Mediaserver: Plex vs. DLNA

Nachdem ich nun bereits etwas länger einen großen Fernseher besitze und neulich bereits damit angefangen habe zu schreiben wie ich diesen mit Bildmaterial versorgen möchte, mmt nun ein entsprechender Nachtrag.

Zunächst mal muss ich erwähnen, dass ich inzwischen das AppleTV (3) besitze. Dieses ist momemntan leider nicht anders als von Apple vorgesehen nutzbar. Das bedeutet, ich kann dort YouTube, Vimeo und meine eigenen iTunes-Inhalte anschauen. Das timmt natürlich nicht ganz. Ich kann auch Die amerikanische Baseball-Liga ansehen (Account vorrausgesetzt), meinen Fotostream, Filmtrailer… Außerdem kann ich damit auch Filme bei iTunes ausleiehn (für durchschnittlich 4€ für einen HD-Film)…
Das was ich mit dem AppleTV aber nicht kann, ist Plex nutzen. Das ist schade, denn odas war einer der Hauptgründe für den Kauf. Ich habe nicht bedacht, dass Apple immer noch keinen AppStore fürs AppleTV veröffentlicht hat (sollten die mal machen, wär’ doch derbe geil!) und somit wird ein Jailbreak benötigt um Plex oder XBMC zu installieren. Den Jailbreak gibt’s noch nicht und demnach ist das Teil zwar nett, besonders das AirPlay-Mirroring vom iPad, ab nicht mehr…

Was also tun?

Nun, ich benutze, seit ich herausgefunden habe, dass mein Samsung LE40D550 DLNA (bei Samsung “AllShare” genannt) unterstützt einen entsprechenden Server. Auf meinem MediaServer läuft seit eingen Wochen das Programm “Serviio”, ei schlanker DLNA-Server, welcher sämtliche auf dem Rechner liegende Medien dem Fernseher zur Verfügung stellt. Prinzipiell funktioniert das wie bei dem PlexMediaServer auch, die nicht unterstützten Formate werden on-the-fly umkodiert, so dass der Fernseher sie abspielt.
Im Prinzip ist so alles wunderbar, nur nervt mich der Fakt, dass ich so zwei Softwarepakete up-to-date halten muss und natürlich zwei getrennte Libraries mit gleichen Inhalten pflegen muss usw…
Zum Glück bekommt Plex ab Vsion 9.6 (aktuell ist 9.5.3) einen DLNA-Server eingebaut, so dass ich auf Serviio verzichten kann. Ich habe die Beta-Version davon schon mal getestet, allerdings funktionierte das noch nicht gut genug, so konnte ich keine Matroska-Container abspielen, obwohl der Fernseher diese nativ unterstützen sollte. Ich bin also erst mal zu Versio9.5.3 zurück und nutze in Kombination eben Serviio 0.6.2 und warte auf die offizielle PlexMediaServer-Version, mit d ich dann eben alles in einer Software habe.
Interessant dabei ist übrigens auch, dass Plex durch sein MediaSharing tatsächlich DLNA-Streaming über das Internet erlaubt, was nicht in den Standard fällt, aber eben durch Plex’ MediaServer und myPlex elegant umgangen wird.

Auf jeden Fall ist DLNA ein hervorragender Weg um Medien auf meinen Fernseher zu bekommen, da kein separater Computer oder irgendwas sonst benötigt wird

Sobald also endlich diese neue PlexVersion offiziell und funktionierend erhältlich ist, werde ich wohl mal meinen Server neu einrichten, mit neuer Festplatte und Ubuntu 12.4., welches ja Ende April herauskommen müsste.
Ich freue mich drauf…

SmartTV, Plex, AppleTV …say what?!

Wie berichtet, benutze ich inzwischen eon 40″ Fernseher um mir Filme, Serien und Videospiele reinzuziehen. Dies nehme ich als Anlass darüber zu schreiben, wie ich das genau mache. Abgesehen von Sitzposition, Tisch-Erreichbarkeit und Fußhochlegemöglichkeit ist beim Filmgenuss natürlich auch noch wichtig, wie das Bild- und Tonmaterial die Medienanlage erreicht.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Videorekorder, DVD-Player, BluRay-Player, Computer, Fernsehkabel… Inzwischen gibt es auch einige Staming-Dienste… Doch was ist gut und richtig?
Ich benutze immer noch einen DVD-Player für meine DVDs, weil ich mir noch keinen BluRay-Player zugelegt habe. Ein BluRay-Player ist allerdings die wohl beste Möglichkeit, gerade wenn es um Bildqualität geht. Nichts kommt an eine BluRay-Disc heran, die Qualität ist immer noch Atemberaubend.
Es steht schon mal fest, dass mein alter DVD-Player bald einer modernen Blau-Strahl-Einheit weichen muss. Der Nachteil daran ist allerdings, dass ich mir dann auch neue Filme zulegen muss, um einen Qualitätszuwachs zu haben. Das bedeutet noch ein Mal Herr der Ringe, StarWars, Pirates of the Caribbean, Alien, 2001, Akira, … kaufen zu müssen. Da hängen viele Kosten dran und machen wir uns nichts vor, man benötigt alle Lieblingsfilme in der besten verfügbaren Qualität… Außerdem sind auf BluRay-Discs meines Wissens nach meistens DTS-Soundspuren drauf und ich habe nur einen Dolby Digital-Receiver…

Bevor ich mich also in diese Kostenfalle stürze, gehe ich mal auf ein paar andere Möglichkeiten ein HD-Qualität auf den Fernseher zu bekommen.

Offensichtlich gibt es auch HD-Fernsehen. Mein Samsung Fernseher. Hat einen. Digital-Tuner eingebaut, ich könnte also mit einer SmartCard von Kabel Deutschland alle verfügbaren HD-Sender empfangen. Momentan kann ich nur die frei verfügbaren Sender in HD sehen. Also Arte und ARD. Die Qualität ist aber echt beeindruckend! Ich überlege immer noch mir tatsächlich HD-Fernsehen zuzulegen, allerdings empfange ich dann etwa 200 Sender Müll und Arte und da ich Arte bereits in HD empfange, bin ich mir nichts sicher ob mir das 15€ im Monat wert ist.

Ich will am liebsten Netflix, aber da es das hier nicht gibt, muss man, wenn man Streaming-Content möchte auf deutsche Altnativen zurückgreifen. Ich kenne da Lovefilm und Maxdome. Maxdome ist für mich zu teuer und unübersichtlich wie es funktioniert (jemand sagte mal WMV, was einfach grausig wäre…). Lovefilm hat leider größtenteils deutsche Streaming-Inhalte, also keine Originalversionen im Streaming und ist damit uninteressant für mich. Vielleicht ändert sich das mal, aber bis dahin…

Ich bleibe also bei Lokal-Content und einem passenden Zuspieler. Ich kann einfach meinen Mac anschließen und dann alles sehen, das ist eine der praktikabelsten Lösungen. Ich nutze Plex und damit ist das Heimkino-Erlebnis gesichert. Allerdings nervt es schon, immer den Mac an- und abstöpseln zu müssen, da muss eine bessere Lösung her… Ein immer angeschlossener Rechner wäre eine Möglichkeit, dieser wäre mir aber erstens zu laut im Betrieb und zweitens haben die meisten PCs keinen Infrarot-Port für meine Harmony-Controll (Universalfernbedienung).

Meine Wahllösung ist die kleine schwarze Apple-Kiste: AppleTV. Ich habe AppleTV direkt nach der letzten Keynote bestellt und hoffe das Gerät trifft heute bei mir ein, denn momentan kann ich zu dem Gerät nicht mehr sagen, als auf der Apple-Webseite steht. Ich bin gespannt drauf und freue mich. Wenn der Jailbreak läuft kann ich dann auch vernünftig Plex nutzen, ansonsten mit AirPlay sämtliche iPad-Inhalte (also auch Plex) und ab Sommer damit eben auch alle Mac-Inhalte (mit Mountain Lion). Mein Bericht zum AppleTV wird in den kommenden Tagen folgen, wenn ich das Gerät endlich erahlet und mal etwas Zeit zum Testen aufgewendet habe.

Plex 9.5 / Laika

Es ist passiert. Endlich kam mal eine neue Plex-Version raus und im Gegensatz zum erwarteten Update, gab es auch noch einen großen Haufen neuer Features. Zunächst mal wurde der Media Server vom Player getrennt, mehr als schon zuvor. Es ist jetzt ein separater Download erforderlich um den Server zu installieren. Ebenfalls gibt es einen Windows-Client (ich hoffe es folgt mal ein Linux-Client… Das wär’ cool, wobei das auch mit XBMC und dem PleXBMC-Plugin geht.) und ein Update für iOS. Was die neuen Features angeht… Hm… Wo fängt man da an?

Zunächst al unterstützt Plex jetzt das bereitstellen von Medien über das Internet. Man kann seinen eigenen Medienserver übers Internet freigeben. Dies wird realisiert mit der neuen Cloud-Komponente: MyPlex. Dort kann man den neuen MediaServer anmelden und bestimmte Libraries anderen Nutzern freigeben, diese benötigen dafür lediglich ebenfalls einen (kostenlosen) MyPlex-Account und Plex, auf irgendeinem Gerät…

Ich bin gespannt ob sich damit das Problem lösen lässt, nur einen Server im Haushalt zu haben, wenn mehrere die gleichen Serien gucken. Dort wurde natürlich immer Fehlerhaft gespeichert welche Folge schon gesehen wurde…

Da kommen wir gleich zu einem nervigen Faktum: Der Server für Linux wurde noch nicht aktualisiert, da es einfach viel Arbeit ist für die vielen verschiedenen Linux-Distributionen Binärpakete zu erstellen. Das Paket für Ubuntu sollte aber im Laufe der nächsten Tage folgen.

Was MyPlex weiteres ermöglicht, ist, dass man über ein Bookmarklet in Safari (oder Firefox) ein Video von z.B. Vimeo, oder Youtube, in die so genannte “Queue” aufnehmen und dann einfach auf einem Plex-Gerät ansehen kann. So kann z.B. einfach Videos bookmarken und später jemand anderem vorführen.

Ich bin in jedem Fall sehr begeistert von dem Update. Das einzige, was mir bisher negativ aufgefallen ist, ist dass man scheinbar immer noch keine Option hat, an einem iOS-Gerät die Sprache eines Filmes umzustellen. Wenn man also einen Dual-Audio-Film auf z.B. ‘Englisch’ umschalten will, muss man das vorher in Plex tun. Es kann aber auch sein, dass dies mit dem neuen MediaServer behoben wird und dieser die “Prefered Language”-Option endlich unterstützt.

Ich halte euch wie immer auf dem Laufenden. Viel Spaß mit dem neuen Plex.

Akira – Manga, Anime… und jetzt Hollywood-Streifen?

Endlich habe ich noch mal Akira gelesen. Alle 19 Bände. Es gibt zwar 20, aber der 20te Band ist nur eine Sammlerergänzung. Natürlich besitze ich den auch, habe ihn mal für etwa 60€ bei eBay gekauft, aber der enthält nur Zeichnungen und keine Story-Elemente mehr, man muss ihn also nicht lesen, wenn man nur die Story lesen möchte.

Mir fiel beim Lesen auf, dass ich bisher tatsächlich nur bis Band 14 oder 15 gelesen hatte und das Ende der Geschichte wirklich nicht kannte (shame on me). Um so mehr freut es mich aber, dass ich dieses Meisterwerk der Mangageschichte endlich durchgelesen habe.
Mich hat vor allem beeindruckt, wie viel von der Story für den Anime (also die Filmumsetzung der Mangas) herausgeschnitten wurde. Eigentlich enthält der Film nur Band 1-5 und ein paar einzelne Elemente aus späteren Bänden.
Mir fiel beim Lesen auf, dass ich wirklich gerne eine Verfilmung der kompletten Geschichte sehen würde, aber das müsste mindestens eine 5-teilige Reihe werden. Vermutlich wird das nicht passieren…

Was allerdings wohl passieren wird, ist eine Hollywood-Vergilmung von Akira. Ichn fürchte ja, dass dies den Mythos und die ganze Geschichte vernichten wird. Na gut, nicht vernichten, aber es wird ein dunkles Kapitel in der Geschichte Akiras. An dieser Stelle möchte ich gerne einen Trailor für den Anime zeigen:
Akira

So, macht euch mal ein Bild vor, wie das in Hollywood-Manier aussieht… irgendwie habe ich da Angst vor. Schaut euch besser noch mal dan Anime an, oder lest die Mangas, aber lasst keinen Hollywood-Akira euer erstes Zusammentreffen mit dieser Materie sein, das wäre wie bei Star Wars mit Episode 1 anzufangen, oder die Herr der Ringe Filme vor den Büchern zu sehen. Es zerstört den Mythos und die Magie die man sonst erleben kann.

KurzfilMontag – Holz oder Profil

Diesen Film darf ich eigentlich ehrenhalber gar nicht weiter bewerben. Schließlich steht mein Name im Abspann. Obwohl ich ehrlich gestehen muss, dass mein Beitrag hauptsächlich darin bestand an einem Drehtag von einer rausgeschnittenen Szene zu helfen den Catering-Tisch leer zu essen. Aber das hat, wie das Lesen des Drehbuchs, sehr viel Spaß gemacht. Der Film gefällt bestimmt nicht jedem, aber meinen Humor trifft er absolut. Übrigens geht der eigentliche Film nur 12 Minuten, falls jemanden die Länge abschreckt.

Ein Film von Viola Saschowa Starring Gert und Gerd.

Holz oder Profil from Christian Schulze on Vimeo.

Ich freu mich schon auf die Fortsetzung!